Endokrine Disruptoren
Unsichtbare Gefahr für unser Hormonsystem TEIL 1
Endokrine Disruptoren (ED) sind chemische Substanzen, die unser Hormonsystem stören können und in vielen Alltagsprodukten wie Plastikflaschen, Kosmetika, Infusionsbesteck, Lebensmittelverpackungen und Zahnfüllungen vorkommen. Ihre Wirkungsweise ist vielfältig: Sie blockieren oder aktivieren Hormonrezeptoren, beeinflussen die Hormonproduktion und stören den Hormontransport im Blut.
Die gesundheitlichen Risiken sind erheblich und reichen von Adipositas und Diabetes über Unfruchtbarkeit bis hin zu verschiedenen Krebsarten.
Neuere Studien zeigen auch, dass ED wie Bisphenol A (BPA) die Darmintegrität schädigen können, was zu einer erhöhten Aufnahme von Toxinen führt.
Bisphenol A: Ein prominentes Beispiel
Bisphenol A (BPA) ist einer der bekanntesten endokrinen Disruptoren. In Plastikprodukten, Konservendosen und Thermopapier weit verbreitet, wurde BPA in den letzten Jahren immer kritischer bewertet. Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (TDI) drastisch reduziert – und zwar in einer zweistufigen Neubewertung seit 2015 um den Faktor 250.000!!! Der aktuelle TDI beträgt nun 0,2 Nanogramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Dies verdeutlicht die wachsende Besorgnis über BPA und ähnliche Stoffe.
Um uns zu schützen, sollten wir Produkte mit ED vermeiden, frische Lebensmittel bevorzugen und auf natürliche Kosmetika setzen.
Endokrine Disruptoren sind eine ernstzunehmende Bedrohung für unsere Gesundheit – es ist Zeit, aktiv zu werden!
Quellen:
1 Endokrine Disruptoren | Umweltbundesamt
2 Zusammenhang zwischen Plastik und CED - CED-trotzdem-ich.de
3 stm.bookpi.org/MRIA-V8/article/view/15054
4 Endokrine Disruptoren - Wikipedia
5 Endokrine Störungen und ihre Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit
6 Bisphenol A in Lebensmitteln stellt ein Gesundheitsrisiko dar - EFSA
7 [PDF] Endokrine Disruptoren - Bundesamt für Gesundheit BAG
8 Endokrine Disruptoren: Auswirkungen auf Hormone und Gesundheit